Wohnlagen

Noch besteht der Wedding offiziell aus überwiegend aus "einfachen Wohnlagen". Das wird sich jedoch je nach Distanz zum S-Bahnring relativ schnell ändern. Vielleicht nicht so schnell wie in den letzten 10 Jahren in Kreuzberg-Neukölln, aber ebenso stark. Das ist meine Vermutung. 


Es politischer Wille ist, die "Gentrifizierung" im Wedding möglichst aufzuhalten. Um das Sanierungsgebiet Müllerstraße  herum gibt es seit 2016 gleich drei Milieuschutzgebiete: "Seestraße", "Sparrplatz" und "Leopoldplatz". 2018 ausgewiesen kamen im Wedding weiter drei Gebiete dazu: "Humboldthain Nord-West", Reinickendorfer Straße", "Soldiner Straße" und "Kattegatstraße".



Trotz die damit verbunden massiven Einschränkungen von Modernisierung, Sanierung und Substanzerhalt steigen die Mieten auch in den Milieuschutzgebieten weiter deutlich an.

Eine Kaltmiete von  10 - 12 €/m2 ist bei einer Neuvermietung ist z.B. im Sprengelkiez ("Sparrplatz") schon fast normal, obwohl der offizielle Berliner Mietspiegel dort nur etwa 6 €/m2 ausweist.

Berichten von Mietern zufolge werden neuerdings auch im Umfeld des Kurt-Schumacher-Platzes (hoher Fluglärm) oder im Soldiner Kiez (sozialer Brennpunkt) ähnlich hohe Kaltmieten von neuen Mietern verlangt. Nicht weil sich das Wohnumfeld zum Besseren gewandelt hat, sondern weil Mieter woanders in der Innenstadt für diesen Preis gar keine Wohnungen mehr bekommen.


Und noch schneller als die Mieten steigen die Immobilienpreise für Eigentumswohnungen, Häuser und Grundstücke. Aus meiner Beobachtung heraus haben sich die Immobilienpreise im Wedding in den letzten 6 Jahren mehr als verdoppelt. MEHR




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